Piercing-Lexikon › Zunge und Bändchen › Zunge
Das klassische Zungenpiercing geht senkrecht durch die Mitte der Zunge, ein Stück hinter der Spitze.
Ich prüfe vorher die Unterseite der Zunge, damit der Kanal nicht durch ein größeres Blutgefäß und nicht zu nah am Zungenbändchen liegt. Dann zeichne ich an und steche mit der Nadel.
Als Erstschmuck setze ich einen langen geraden Stab aus Bioplast oder Titan nach ASTM F136. Die Zunge schwillt in den ersten Tagen stark an. Wenn die Schwellung zurückgeht, kürze ich den Stab.
Zahnärzte berichten bei Zungenpiercings über abgebrochene Zähne und zurückgehendes Zahnfleisch. Ein passend gekürzter Stab und Kugeln aus Kunststoff statt Metall gelten als schonender.
Ist das Zungenbändchen sehr kurz oder liegt ein großes Gefäß genau an der Stelle, steche ich nicht.
Im Mund heilt Gewebe schnell, weil es gut durchblutet ist. Dafür schwillt es in den ersten Tagen deutlich an. Spüle nach dem Essen mit klarem Wasser oder einer alkoholfreien Mundspülung. Rauchen und Alkohol verzögern die Heilung.
Wie du das Piercing in welcher Phase pflegst, steht ausführlich auf der Seite Pflege und Nachsorge. Die Kurzfassung für den Mund: nach dem Essen spülen, nicht mit dem Schmuck spielen, den Erststab rechtzeitig kürzen lassen.
Wann du sofort Hilfe holst
Schmerz und Heilungszeit sind Richtwerte, gemittelt aus Angaben von Piercing- und Tattoostudios. Woher die Werte stammen. Jeder empfindet und heilt anders.
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