Piercing-Lexikon › Ohrpiercings › Innere Conch
Conch heißt Muschel. Gemeint ist die Schale in der Mitte der Ohrmuschel. Die innere Conch sitzt unten in dieser Schale, nahe am Gehörgang. Davon zu unterscheiden ist die äußere Conch auf der flachen Fläche weiter außen.
Der Knorpel ist hier dick. Ich messe aus, zeichne an und steche nach deiner Bestätigung mit der Nadel.
Als Erstschmuck setze ich einen Stab mit flacher Rückseite aus Bioplast oder Titan nach ASTM F136. Ein Ring um den Ohrrand kommt erst nach abgeschlossener Heilung infrage, frühestens nach sechs Monaten.
Die Studios, aus deren Angaben die Richtwerte gemittelt sind, unterscheiden bei Schmerz und Heilung nicht zwischen innerer und äußerer Conch. Die Werte gelten deshalb für beide.
Wenn die Schale sehr klein ist oder der Platz für den Schmuck nicht reicht, rate ich ab.
Knorpel ist kaum durchblutet. Deshalb heilt jedes Knorpelpiercing deutlich langsamer als das Ohrläppchen, auch wenn es von außen schon früher ruhig aussieht.
Wie du das Piercing in welcher Phase pflegst, steht ausführlich auf der Seite Pflege und Nachsorge. Die Kurzfassung: sterile Kochsalzlösung, nicht drehen, nicht daran herumspielen, Geduld.
Wann du sofort zum Arzt gehst
Eine Entzündung des Knorpels ist ernst und kann das Ohr dauerhaft verformen. Warte damit nicht ab.
Schmerz und Heilungszeit sind Richtwerte, gemittelt aus Angaben von Piercing- und Tattoostudios. Woher die Werte stammen. Jeder empfindet und heilt anders.
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